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Der Verband der Güterwagenhalter in Deutschland (VPI)
kritisiert die im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027
vorgesehenen Kürzungen bei der Trassenpreisförderung und der Förderung des Einzelwagenverkehrs. Beide Maßnahmen verschlechtern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Schienengüterverkehr zusätzlich.

„Der Haushaltsentwurf sendet das falsche Signal. Statt den Schienengüterverkehr zu stärken, würden gerade die Instrumente geschwächt, die seine Wettbewerbsfähigkeit sichern sollen. Das widerspricht den verkehrs- und klimapolitischen Zielen der Bundesregierung und belastet den ohnehin angeschlagenen Schienengüterverkehr zusätzlich“, warnt Malte Lawrenz,
Vorsitzender des VPI.

„Solange keine Trassenpreisreform umgesetzt ist, darf die bestehende Förderung nicht zurückgefahren werden. Andernfalls steigen die Kosten für den Schienengüterverkehr weiter – genau zum falschen Zeitpunkt“, sagt Lawrenz. Mit Blick auf die vorgesehene Kürzung der Trassenpreisförderung um 65 Millionen Euro verweist der VPI darauf, dass die Branche seit Langem auf eine grundlegende Reform der Trassenpreise wartet.

Besonders kritisch bewertet der Verband die geplante Kürzung der Förderung des Einzelwagenverkehrs. Dieses System verbindet Industriestandorte in ganz Deutschland mit dem Schienennetz und ermöglicht Transporte dort, wo Ganzzüge wirtschaftlich nicht sinnvoll sind. „Gerade für viele Industrieunternehmen ist der Einzelwagenverkehr die Voraussetzung, um Güter überhaupt auf der Schiene transportieren zu können. Wer hier spart, gefährdet nicht nur klimafreundliche Transporte, sondern schwächt auch den Industriestandort Deutschland“, mahnt Lawrenz.


Der VPI appelliert deshalb an Bundestag und Bundesregierung, die im Haushaltsentwurf vorgesehenen Kürzungen im parlamentarischen Verfahren zu korrigieren und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Schienengüterverkehr zu verbessern.

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