Haushalt 2027: VPI fordert Korrektur der Förderkürzungen
Wagenhalterverband appelliert an Haushaltsausschuss: Transportkosten abfedern, Industrieanbindung erhalten und Netz verlässlich finanzieren
Der Verband der Güterwagenhalter in Deutschland (VPI) fordert den Haushaltsausschuss auf, die geplanten Förderkürzungen beim Schienengüterverkehr zu korrigieren. Vor der Beratung des Verkehrsetats am 4. November warnt der Verband vor höheren Transportkosten und einer schwächeren Industrieanbindung.
„Die Bundesregierung will mehr Güter auf die Schiene bringen, kürzt aber bei der Förderung. Das passt nicht zusammen“, erklärt VPI-Vorsitzender Malte Lawrenz.
„Sinkende Förderung bei steigenden Kosten gefährdet die Leistungsfähigkeit des Schienengüterverkehrs mit Folgen für Wirtschaft, Versorgung und Klimaschutz.“ Lawrenz fordert die Abgeordneten auf, im Zuge der Etat-Beratungen nachzubessern: für bezahlbare Transporte, eine starke Industrieanbindung und ein verlässlich
finanziertes Netz.
Transportkosten abfedern
Die Trassenpreisförderung soll 2027 auf rund 200 Millionen Euro sinken – rund 65 Millionen Euro weniger als im ursprünglichen Ansatz für 2026. Angesichts steigender
Trassenpreise fordert der VPI, die Kürzung zurückzunehmen. Bis zur grundlegenden Reform des Preissystems bleibt wirksame Entlastung unverzichtbar.
Zugang zur Schiene erhalten
Auch beim Zugang zur Schiene drohen Einschnitte: Die Förderung des Einzelwagenverkehrs soll von 300 auf rund 274 Millionen Euro sinken, für KV-Terminals von rund 90 auf 73 Millionen Euro und für Gleisanschlüsse von 30 auf 20
Millionen Euro. Diese Instrumente sichern Transportangebote auch für kleinere Mengen und stärken industrielle Lieferketten.
Netz verlässlich finanzieren
Für Erhalt und Ausbau des Netzes fordert der VPI verbindliche Finanzierungszusagen über mehrere Jahre. Bestandsnetzsanierung und zusätzliche Kapazitäten sind gleichermaßen notwendig, um bestehende Verkehre zu stabilisieren und weitere Gütertransporte aufzunehmen.
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